Copyright © 2012 by  Gottfried D. 

Alle Rechte dieses Buches liegen beim Autor.

Dieses Werk, einschließlich aller Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der Urheber- und Zitatrechts ist ohne Zustimmung des Autors strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen und Mikroverfilmungen sowie die Einspeicherung und Bearbeitung in elektronischen Systemen.

 

 

Vingh Chunh aus meiner Sicht 

 

Kapitel 1: 

Theoretische Grundlagen 

Ein Nahkampfsystem oder besser eine Selbstverteidigungstechnik sollte so aufgebaut sein, dass ein körperlich kleinerer oder schwächerer Mensch, Frau, Mann, Mädchen oder Junge eine reale Chance hat einen Zweikampf zu gewinnen. Besser wäre es noch mit mehreren Gegnern gleichzeitig fertig zu werden. Von einer Kampf bzw. Selbstverteidigungstechnik kann erst dann gesprochen werden, wenn die erlernte und eingeübte Technik den Glücksfaktor weitestgehend ausschließt.

 

Grundsätzlich muss daher ein perfektes Kampfsystem nach mathematischen, physikalischen und biologischen Gesichtspunkten funktionieren. Das Nahkampfsystem muss Regeln und Gesetzmäßigkeiten sowie logischen Abläufen folgen. Um ein Kampfsystem perfekt zu beherrschen ist es daher unbedingt notwendig, sich theoretische Grundlagen des Systems und biologische Zusammenhänge in Verbindung mit dem Körper anzueignen bzw. zu verstehen. Ein guter Unterricht beinhaltet daher immer Theorie und Praxis. Jede einzelne in der Praxis erlernte Technik bedarf einer genauen theoretische Erklärung. Durch das Verstehen der Gesetzmäßigkeiten, muss jeder Schüler die Richtigkeit oder besser die Funktionalität des Kampfsystems erkennen können. Er ist dann in der Lage das gelernte System weiter zu entwickeln und weiter fortgeschrittene Schüler sind dann in der Lage ihre Persönlichkeit in das System einzubringen. An einem kleinen Beispiel soll dies demonstriert werden: Einem Schüler wird von seinem Lehrer die Multiplikation beigebracht. Er lernt nun folgende Aufgaben und Lösungen auswendig. 2x2=4,  25x25=625, 12x12=144, 1297x186=?  Wird er nun in einer Lebenssituation auf diese Aufgaben stoßen, wird er diese mit hoher Geschwindigkeit und hoher mathematischer Richtigkeit seinem Partner zu Antwort geben (entspricht dem deklaratives Gedächtnis). Durch langwierigen, intensiven und disziplinierten Unterricht ist er in der Lage sich eine Vielzahl von Aufgaben und Lösungen zu merken. Ab einer gewissen Menge an gelernten Aufgaben dreht sich der gesamte Ablauf wieder um: Mehr gelernte Aufgaben führen zu verstärktem Nachdenken, das Wissen ist dadurch nicht mehr sofort abrufbar und der Schüler wird immer langsamer. Er verfügt also über fest definierten Erfahrungsschatz aus seinem System. Er scheitert jedoch an jeder noch so einfachen Aufgabe, wie z.B. 3x3=9, da ihm die mathematischen Gesetzmäßigkeiten der Multiplikation nie beigebracht wurden. Das Gehirn löst solche Aufgaben über seine Architektur der Kognition, dabei benötigt das Gehirn mindestens 250 ms zur Entscheidungsfindung. Dieses Beispiel stellt die Problematik der verschiedenen Vingh Chunh Systeme und Schulen dar. Innerhalb eines geschlossenen Systems wirkt deren Anwendung immer perfekt. Alle Schüler haben die gleiche Aufgabe, durch ihre Lehrer oder ihre Organisationen erhalten. Aufgaben und die dazu gehörigen Lösungen werden nun bis zur Perfektion gedrillt und eingeübt. Kritik, Zweifel oder Diskussion, ob das richtig sein kann, findet nicht einmal ansatzweise statt. Durch dieses Verhalten entsteht keinerlei Chance für einen Schüler einen Systemfehler zu erkennen. Ein Meister des Vingh Chunh, im Sinne von „perfekt“, kann dieser Schüler nie werden. Kein Schüler ist von sich aus in der Lage, sich die Systemregeln selbst zu erarbeiten. So wie in diesem Beispiel erklärt, verhält es sich auch im Vingh Chunh. Die Geistige Anwendbarkeit der Systemeigenen Gesetze und Regeln schaffen innerhalb von kurzer Zeit einen Meister in der Theorie, dem allerdings noch die Anwendungen in der Praxis fehlen. Die meisten Vingh Chunh Stile verzichten wissentlich oder unwissentlich auf die Unterrichtung der Gesetzmäßigkeiten dieses Kampfsystems.

Das Vingh Chunh System zeigt seine Stärken erst dann richtig, wenn die einzelnen Bewegungen, Arme, Drehungen, Schritte von Unterbewusstsein gesteuert ausgeführt werden. Siehe unser Mathematik Beispiel 3x3=9, die Aufgabe führt zu Lösung ohne dass die einzelnen Schritte 1x3=3, 2x3=6, 3x3=9 bewusst werden. Der Schüler erhält von seinem Unterbewusstsein die Lösung „9“ in sein Tagbewusstsein transformiert.

 

Viele langjährigen Vingh Chunh oder WT Schüler erkennen sehr wohl, dass etwas mit ihren erlernten bzw. geübten Techniken nicht stimmt. Denn nicht umsonst wird von vielen egal aus welcher Vingh Chunh Richtung sie kommen nur eine oder zwei Techniken während des Kampfes angewandt. Als Beispiel möchte ich hier die Kettenfauststöße oder Pak-Kettenfauststöße nennen. Wenn langjährige Vingh Chunh Schüler die bereits Hunderte von Stunden Chi-Sau und Lap-Sau Trainiert habe nichts weiter einfällt oder aber besser gesagt nichts anderes Funktioniert zeigt dies sehr deutlich die Fehlentwicklung des Vingh Chunh. Denn unter diesen Gesichtspunkten gewinnt immer der körperlich größere, stärkere, schwerere und vom Charakter her der radikalere. In diesem Zusammenhang ist es auch sehr interessant dass man ältere bzw. schon länger Vingh Chunh trainierende am Umfang ihrer Oberarme erkennen kann. Also geht es nur noch um pure Kraft und um Krafttraining. Dies ersetzt dann 99% der Technik. Dass diese Interpretation des Vingh Chunh funktioniert, sehen wir an allen Verbandsvorsitzenden egal welchen Stils. Aber ist das wirklich noch Vingh Chunh? Genau so gut könnten diese Trainierenden auch Boxen wie Tyson oder die Klitschko Brüder. Wenn sich also solche vermeidlichen Vingh Chunh Kämpfer im Kampf präsentieren wollen um ihre Überlegenheit zu präsentieren sollten sie sich diese oben genannten Personen aussuchen.

 

Hart und weich als Vergleich in einem anderen Zusammenhang betrachtet:

Kampftechnik oder Selbstverteidigung als Metapher betrachtet entspricht dem Militär eines Landes. Dies ist zusammengesetzt aus Heer, Luftwaffe und Marine. Jede dieser Einheiten unterteilt sich wiederum in mehrere Gruppen. Nehmen wir zum Beispiel die Luftwaffe: Da gibt es Bomber, Abfangjäger und Hubschrauber usw. Mit diesen verschiedenen Gruppen und deren Einsatzgebiet wird ein gesamter Krieg bzw. ein Kampfszenario gestartet und geführt. So ist auch im Vergleich das Vingh Chunh-System mit seiner gesamten Technik wie Siu Nim Tau, Chi-Sau und Biu-tse aufgestellt. Als Gegenstück zu dieser gesamten Technik gibt es die Atombombe, oder, umgesetzt auf Vingh Chunh, Pak-Kettenfauststöße oder nur Kettenfauststöße. Natürlich ist die Atombombe absolut tödlich. Einmal gezündet gibt es kein Zurück mehr. Sie zerstört und tötet alles Leben, aber von einer Kampftechnik kann man in diesem Zusammenhang nicht sprechen. Es gibt keine Abstufung, keine Entscheidungskriterien, keine Anpassung an den Gegner, kein Abbrechen der Aktion. Um eine Atombombe zu zünden, muss man radikaler, verantwortungsloser und brutaler sein. Man benötigt also einige Charakterschwächen. Wenn also zwei solcher Typen aufeinander treffen, kommt es also nur darauf an, wer zuerst explodiert. Alles das was einen Vingh Chunh-Kämpfer auszeichnet kommt überhaupt nicht vor, und wird auch überhaupt nicht benötigt. Gefährliche Kämpfer sind diese Menschen, aber keine Vingh Chunh-Kämpfer. Übrigens wird jeder Richter in einem Urteil feststellen, dass wenn durch eine Provokation mit Körperkontakt, der Gegner wie eine Bombe explodiert, (mit so wie oben beschriebener Technik,) Notwehr immer ausgeschlossen ist.

Das Menschliche Gehirn ist vollständig strukturiert. Es hat genaue Hierarchieebenen, die in Abhängigkeit voneinander stehen. Es gibt Entscheidungen die der Mensch bewusst trifft, und es gibt Entscheidungen die unbewusst getroffen werden. Des weiteren gibt es für den Menschen die Möglichkeit bewusste Entscheidungen oder Verhalten festzulegen. Durch Meditation und intensives Training wird dieses Wissen als Lernvorgang vom Unterbewusstsein übernommen.  Das Unterbewusstsein trifft nun für den Menschen unbewusst die Entscheidungen aus Vorgängen, die vorher bereits erlernt wurden. Als Beispiel möchte ich das Lesen, Schwimmen oder Radfahren nennen. Durch bewusstes Lernen der Buchstaben und dem Aneinanderreihen zu Wörtern entstehen Sätze und Inhalte. Im menschlichen Gehirn wird diese Information in Bildern und Geschichten umgesetzt. Wenn der Lernvorgang des Lesens abgeschlossen ist, kann der Mensch nie wieder Buchstabenreihen mit seinem Auge verfolgen. Das Lesen erfolgt zwanghaft. Man ist jetzt nur noch in der Lage durch Trainieren schneller zu lesen. Eine weitere Veränderung gibt es nicht mehr. Der Lernvorgang ist perfekt abgeschlossen. Genauso verhält es sich auch mit dem Erlernen so komplexer Abläufe wie sie im Vingh Chunh Training und später im Kampf angewandt werden.

Das die Lerngeschwindigkeit natürlich vom Intellekt, der Intelligenz und dem Lehrer abhängig ist, braucht eigentlich nicht besonders erwähnt werden. Um unser Vingh Chunh verstehen zu können, ist aber schon ein überdurchschnittlicher IQ Vorraussetzung. Personen, die Probleme mit Mathematik haben, die über kein gutes Vorstellungsvermögen verfügen, sowie nichts über Hirnstrukturen und Lerntechniken wissen, werden unser System wohl kaum erfassen bzw. begreifen können. Wir sind da ehrlich, wir haben kein kein Zauberwissen zu verschenken. Unser Wissen muss jeder Schüler oder Freund sich schwer erarbeiten, so wie Algebra in der Schule. Wir können aber eine gute Hilfestellung geben.

 

Ein Beispiel aus meiner persönlichen Erfahrung:

Beim Orgelspiel bewegen sich Arme, Hände und Finger völlig unabhängig voneinander. Auch beide Beine bewegen sich unabhängig voneinander von den Armen. Des weiteren arbeiten alle 10 Finger gleichzeitig. Das Auge nimmt die Noten wahr und die Ohren kontrollieren den ganzen Vorgang und erkennen sofort jeden noch so kleinen Fehler. Ja und die Seele, die genießt das Musikstück.

Genauso muss gutes Vingh Chunh funktionieren. Jeder Arm und jedes Bein verfolgt feste Ziele und die Seele lacht.

Ich habe noch nie davon gehört, dass ein guter Orgellehrer auch nur 2 Schüler gleichzeitig unterrichtet hätte. Eine gute Theorie mit mentaler Veranlagung ist die Vorraussetzung um erfolgreich zu sein.

Umgesetzt auf den Vingh Chunh Unterricht bedeutet dies, ein Schüler kann jahrelang dem Unterricht beiwohnen und zuschauen ohne wirklich zu begreifen. Das einzig bleibende, ist das Staunen über die beobachtete Leistung, die vom „Könner“ erbracht wird.

 

 

Nun zur Technik: Theorie

Vingh Chunh ist ein hocheffektives, kompromissloses auf dem Tastsinn beruhendes Nahkampfsystem. 

 

Wir wollen nun diesen Satz Stück für Stück erarbeiten:

Der Tastsinn des Menschen ist um den Faktor Zehn schneller, als das erfassen einer Situation mit dem menschlichen Auge. Die Nervenimpulsgeschwindigkeit eines Menschen beträgt 100 Meter in der Sekunde. Die Nervenübertragungsgeschwindigkeit von 100 m pro Sekunde lässt sich auch durch umfangreiches Training nicht verändern. Von der Geburt bis zum Tod ändert sich da nichts. Die Muskelgeschwindigkeit wird durch die Entspannung und die Lockerheit des Muskels erzielt. Bei einem Fauststoß zum Beispiel werden maximal 20 % der vorhandenen Muskeln zusammengezogen. Durch starke Konzentration kann der Anteil der zusammengezogenen Muskeln erhöht werden, wobei die Grenze bei 30 % nicht überschritten werden kann. Eine weitere Erhöhung ist nur im Hypnosezustand möglich. Das bedeutet, wenn die 50 – 70 % der nicht aktiven Muskeln völlig entspannt sind, entsteht die größtmögliche Schlagkraft.

Die höchste Priorität der Muskelsteuerung ist die Erhaltung des menschlichen Körpergleichgewichts. Die höchste Priorität der Psychologie des Menschen heißt Schmerz vermeiden, Freude gewinnen. Als letztes folgt der zwang zur Atmung. Diese durch die Natur vorgegebenen Gesetzmäßigkeiten lassen sich in keiner Weise und in keinerlei Richtung verändern. Eine der wenigen wichtigen Entscheidungsfaktoren ist der Zwang bzw. die bewusste oder unbewusste Atmung. Durch eine gezielte Atmung kann der Mensch sehr viele Stoffwechselvorgänge in seinem Körper beeinflussen. Emotionen, wie Angst, Freude, Anstrengung und Konzentration sind diese Möglichkeiten. Die perfekte Integration dieser Gesetzte in unserem Kampfsystem ist die elementarste Grundlage, auf der alles andere aufgebaut wird.

Ein perfektes Kampfsystem muss als aller erstes menschliche Emotionen ausschalten. Trotz besseren Wissens verhalten wir und immer wieder gleich. Denn nicht unsere Gedanken sondern unsere Emotionen bestimmen unser Leben. Unsere gefühlsmäßigen Reaktionen (Angst) aktivieren viel schneller als wir denken können.

Wenn wir unser Verhalten nachhaltig ändern wollen müssen wir Macht über unsere Emotionen gewinnen und diese Macht für uns nutzbar machen. Durch mentales Training (Programme, die im Unterbewusstsein verankert sind) lässt sich dies erreichen.

 

Aussagelogik - Wahrheitstabelle 

Ein technisch perfektes Nahkampfsystem muss mit so wenig wie möglich Entscheidungen auskommen, um schneller als andere zu sein. Idealerweise gibt es nur zwei mögliche Entscheidungen, Ja oder Nein. Die zu fällenden Entscheidungen müssen wie von einem Computer ausschließlich an logischen Abläufen orientiert sein. Jeder Computer bzw. jede Steuerungstechnik weltweit, arbeitet nach dem binären Zahlensystem. Das bedeutet: es gibt nur zwei Zustände oder Möglichkeiten Ja/Nein oder Strom/kein Strom. Diese binären Entscheidungsmatrix hat entscheidende Vorteile. Es gibt eine eigene mathematische Sprache, mit der jede Stellung oder jeder Zustand ganz genau festgehalten und Definiert wird. Der Erfinder ist der Mathematiker Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716). Er war der Erste, der eine künstliche Sprache erarbeitet hat, die Denkprozesse eindeutig beschreiben kann. Dieser Erfindung des Herrn Leibniz bedienen wir uns um unsere Vingh Chunh Technik als ein in sich geschlossenes System zu präsentieren. Nach dem Erlernen dieser Systemsprache verhält sich ein Kämpfer genau wie ein Roboter. Emotionslos, ohne Wut, ohne Hass, ohne Rachegefühl aber absolut Fehlerfrei in seinem Vorgehen. Aus den beiden Entscheidungsmöglichkeiten Ja und Nein bzw. Ja oder Nein lassen sich die mathematischen Formeln erstellen, die benötigt werden um aus einzelnen digitalen Teilen das System zu bilden. Wir benützen dabei die Wahrheitstabelle. Über diese Wahrheitstabelle können wir jede erdenkliche Vingh Chunh Stellung abbilden. Das bedeutet, jeder Vingh Chunh Schüler kann allein anhand dieser Tabelle erkennen um welche Vingh Chunh Stellung es sich handelt, und bei zwei Tabellen kann er sofort eine Aussage treffen, wer von beiden Kämpfern, die durch diese Tabellen abgebildet werden, den Kampf gewinnen wird. Wer diese Denkweise einmal verinnerlicht hat, der hat den philosophisch-mathematischen Teil des Vingh Chunh für sein restliches Leben begriffen. Nie wieder wird ihn ein Lehrer oder was auch immer täuschen können. Er liest die Körpersprache des Gegners. Durch dieses Wissen allein ist er noch kein guter Vingh Chunh Kämpfer. Die Geschwindigkeit mit der er die Sprache verstehen und umsetzen kann, ist der Schlüssel zum Sieg.

Mathematik ist logisch und wird auf der ganzen Welt verstanden. Wir sind unseres Wissens nach die einzige Vingh Chunh Schule, die eine vollständige mathematische Erklärung des Vingh Chunh Systems anbieten kann. Das gesamte Vingh Chung lässt sich nun als “Wenn-Dann-Funktion” in einer Excel-Tabelle darstellen, wo gesamte Kämpfe rechnerisch simuliert werden können. (Laut Leibniz: Aussageformen, die immer wahr sind, nennt man Tautrologien, Konjunktion A und B, Disjunktion A oder B, Bijunktion wenn A - dann B)

 

Kapitel 2: 

Umsetzung der Theorie in die Praxis. Übungen und Erklärungen.  

 

Kapitel 3: 

Warum sollen Selbstverteidigungstechniken oder Nahkampftechniken erlernt werden? 

Es kann nur einen Grund dafür geben, der es rechtfertigt, sehr viel Zeit und Energie zu investieren. Es muss dem Lernenden spaß machen: „Technik, die begeistert“. Dieser Werbespruch aus der Autoindustrie bringt dieses Lebensgefühl sehr gut zum Ausdruck. Viel wichtiger, aber für den Lernenden nicht sofort erkennbar, ist die dauerhafte Veränderung des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstein des Vingh Chunh lernenden. Im Karate gibt es dafür eine gute Bezeichnung, die da lautet: „Vom Kämpfer zum Nicht-Kämpfer“. Der ausgebildete Ving Chunh- Mann/Frau hat so eine Ausstrahlung in Form von Charma, dass niemals ein anderer Mensch auf die Idee kommen würde in dieses einzudringen oder zu stören (Soziale Nähe). Mit seiner Körpersprache erzählt der Vingh Chunh-Techniker soviel von sich, dass nie ein anderes Unterbewusstein diese Körperaussage in Frage stellen würde. Starke, erfolgreich und selbstbewusste Menschen lächeln sehr viel, sind glücklich und strahlen Freude aus. Solche Menschen sind sehr beliebt.

Kapitel 4: 

Änderung der Persönlichkeit durch Minimierung der Ängste 

Alle Menschen auf der Erde wollen gesund sein, glücklich sein und im Wohlstand mit der Familie und Freunden leben. Was aber hindert uns daran diese Wünsche in die Tat umzusetzen? Es ist die Angst oder besser gesagt die Ängste. Die Angst lähmt den Menschen körperlich, seelisch und geistig, ja es verändert einen Menschen in seiner Persönlichkeit. Die Ängste bilden die Grenze für all unser tun und Denken. Viele Wissenschaftler sind sich einig, dass 99 % aller Krankheiten geistige Umweltverschmutzung sind. Aber was ist geistige Umweltverschmutzung? Es ist die Angst oder besser noch die irrationalen Ängste. Wir leben in der besten Zeit, die Menschen jemals erleben durften und trotzdem wächst die Angst wie ein Krebstumor. Die Angst dringt in immer neue Gebiete der menschlichen Seele vor und verhindert dort das Glücksgefühl. Die Angst passt sich der Gesellschaft an. In der ehemaligen DDR hatten die Bürger Angst, von der Stasi (Staatssicherheitsdienst) ausspioniert zu werden. Die Bürger der BRD konnten sich diese Angst nicht einmal richtig vorstellen. Unsere Ängste in der westlichen Industrienation sind anders gelagert, haben aber die immer gleiche Wirkung der Lähmung. Dies gilt für ganze Gruppen, Staaten und Einzelpersonen. Die Ängste denen wir ausgesetzt sind heißen, Schulnoten, keine Ausbildungsstelle, Arbeitslosigkeit, Partnerverlust, Chancenlosigkeit, Krankheit oder nicht geliebt und gebraucht zu werden. Es gibt auch noch Ängste, die sich auf die körperliche Unversehrtheit beziehen, wie z.B. überfallen zu werden, ausgeraubt zu werden, entführt oder vergewaltigt zu werden. All diese Dinge geschehen. Aber sehr sehr selten und dennoch stehen die Ängste bei vielen Menschen ganz oben auf der Liste ihrer Ängste. Wir tragen dafür selbst die Verantwortung. Jeden Tag lassen wir uns das Unglück, Mord und Totschlag direkt über den Fernseher in das Wohnzimmer liefern und konsumieren das Unglück anderer wie Kartoffelchips. Aber Chips machen auf Dauer dick und das Unglück auf der erde sammelt sich in unserem Kopf. Zu jeder vollen Stunde werden die Unglücksmeldungen über Radio und TV verbreitet. Durch politische Magazine kann man sich noch Tage oder Wochen später die Informationen verinnerlichen.

Was soll der menschliche Geist mit diesen Bildern bzw. Informationen anfangen? Alles aber auch alles wird abgespeichert, wie in einer großen Bibliothek der Horrorgeschichten über Krieg, Mord, Totschlag, Vergewaltigung, Erdbeben und Feuer. Wo sind da glückliche Bilder an denen sich die Seele erfreuen kann? Blumen, Berge, Meer, schöne Menschen am Strand, Musik und Tanz. Wir alle wissen Wohlstand führt nicht automatisch zu einem Glücksgefühl. Ein lieber Partner oder gesunde liebe Kinder beeinflussen dies auch nur bedingt. Wir müssen aktiv etwas tun, um uns glücklich fühlen zu dürfen. Wir müssen unser Gehirn mit schönen Bildern, mit schönen Gefühlen und Gesprächen füttern. Um es ganz einfach zu sagen: Man kann nur das Video anschauen, das man vorher aufgenommen hat. Wir müssen uns von schlechten Informationen abschotten.

Laotsé sagt dazu: Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun – sondern auch für das, was wir nicht tun.

Es wird uns nur zum Teil gelingen in einer Informationsgesellschaft uns und unsere Familie zu schützen. Einer der entscheidenden Punkte für unser persönliches Glück ist die Bekämpfung der Angst und zwar Hauptsächlich der irrationalen Angst. Hier kann uns Vingh Chunh ganz entscheidend in unserer Persönlichkeit weiterbringen. Durch das Verlieren der Angst kommt das persönliche Ich immer deutlicher zum Ausdruck. Der Verlust der Angst bedeutet automatisch die Lähmung des Intellekts reduziert sich Stück für Stück. Es entsteht ein neuer Mensch, der seine Kraft aus sich selbst gewinnt. Dieses Ziel zu erreichen ist das Ziel von Vingh Chunh. Ich will ich sein. So ein Mensch fasziniert seinen Partner, Freunde und Kollegen. Was kann sich ein Mensch mehr wünschen?!